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EnergieWerk GmbH (KEW)

Frischer Wind im Osten…

Die Neuausrichtung der Energieversorgung im Kirchenkreis Mecklenburg

Klimaschutz stärken und einen Mentalitätswechsel im Umgang mit der Umwelt befördern – unter dieser Prämisse wurde im Januar 2014 die Kirchliche EnergieWerk GmbH (KEW) in Schwerin gegründet. Mit der Gesellschaft hat der Kirchenkreis gemeinsam mit dem regionalen Energieversorger WEMAG ein neues Instrument geschaffen, mit dem die gesteckten Klimaschutzziele erreicht werden sollen.  
 
Der Kirchenkreis Mecklenburg hat mit diesem Ansatz einen weiteren großen Schritt in Richtung Verwirklichung der CO₂-neutralen Nordkirche im Jahr 2050 gemacht.  
„Die Kirche bringt ihre Ländereien ein und die WEMAG ihre technischen und kaufmännischen Kompetenzen“, sagte Cornelia Meissner, Geschäftsführerin des Kirchlichen EnergieWerks, auf der Landespressekonferenz in Schwerin. Und ihr Geschäftsführer-Kollege Gottfried Timm ergänzt: „Wir unterstützen die Bemühungen der Landesregierung sehr, bei der Neuausweisung von Windeignungsflächen regionale Energiekreisläufe und regionale Wertschöpfung, etwa durch Bürgerbeteiligungen, zu ermöglichen.“  
 
Ein Ziel des KEW ist es, auf den Ländereien von Kirchengemeinden Windenergieanlagen zu projektieren und zu betreiben. Es wird geprüft, wie im Rahmen von Stiftungs- und Genossenschaftsmodellen kirchliche Teilhabe und Bürgerbeteiligungen umgesetzt werden können. „Ebenso soll kommunale Teilhabe an Energieerzeugungsanlagen auf Kirchenland künftig möglich sein“, so Geschäftsführer Timm.  
 
Kirchliche Ländereien sollen selbst bewirtschaftet werden 

Nach einem Gutachten der Universität Flensburg würden 7 Windenergieanlagen ausreichen, um alle kirchlichen Immobilien der Nordkirche mit elektrischem Strom zu versorgen. Derzeit stehen 30 Windkraftanlagen auf Flächen, die mecklenburgische Kirchengemeinden an private Betreiber verpachtet haben. In Zukunft will der Kirchenkreis Mecklenburg über sein Kirchliches EnergieWerk die kirchlichen Ländereien selbst bewirtschaften. Aber das Kirchliche EnergieWerk ist nicht einseitig auf Windkraft festgelegt
 
Die Nutzung von Biomasse (Energieholz und Holzabfälle) zur Wärmeenergieerzeugung steht ebenso im Planungs-Focus werden. Viele der mecklenburgischen Kirchengemeinden verfügen über Waldflächen, die durch den Kirchlichen Forstbetrieb bewirtschaftet werden. „Die Einführung von moderner klimaschonender Holzheizungstechnik in unseren Gebäuden und die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Kirchenforsten bilden für uns eine Einheit“, so Gottfried Timm. Die Nutzung der Sonnenenergie für Strom- und Wärmeerzeugung ist weiteres Ziel des Kirchlichen EnergieWerks.  
 
Vor allem aber will sich das KEW als Dienstleister zur Energieberatung im Raum der Kirche entwickeln. „Heute ist es so, dass wir Einzellösungen anstreben müssen, denn der Denkmalschutz, Energieeinsparungen, die örtlichen Standortbedingungen und die Nutzungsvarianten der Gebäude sind aufeinander abzustimmen“, erläutert Geschäftsführerin Meissner. In jedem Falle aber soll künftig das Kriterium der Kohlendioxidneutralität beim Energieverbrauch im Raum der Kirche an erster Stelle stehen.

Regenerative Energiekreisläufe im Mittelpunkt – und viele Ideen!

„Wir denken an verzinsliche EnergieSparBriefe“, ergänzte Propst Wulf Schünemann. Zugleich könnten Einnahmen aus der wirtschaftlichen Betätigung beispielsweise in die energetische Sanierung von Pfarrhäusern fließen.

Planungen mit Augenmaß

Ein besonderes Augenmerk legt die KEW darauf, die Bürger und kommunale Träger bei den Planungen zu beteiligen und die regionale Wertschöpfung zu sichern. Damit sich die Vorhaben umsetzen lassen, „müssen wir zahlreiche Möglichkeiten prüfen und sehen, was vor Ort geht und was nicht. Jedes Windkraftprojekt ist einzeln abzuwägen, denn gerade als Kirche haben wir eine Friedenspflicht“, so Geschäftsführer Timm und Propst Schünemann im Blick auf das Für und Wider in den Dörfern, aber auch Kirchengemeinderäten zu neuen Planungen.  

 

 

 


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