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Winterkirche Sehlen

Gemütlich warm im Winter

Viele Kirchen, gerade in Mecklenburg und Pommern, sind schwer bis gar nicht zu heizen. Die Idee der „Winterkirche“ schafft für dieses Problem Abhilfe.

Eine Winterkirche kann ein  Bereich in Kirchengebäuden sein, der von der Hauptkirche abgetrennt wurde, um  im Winter einen mit vertretbarem Aufwand heizbaren Raum zu schaffen, in dem die Gemeinde sich versammeln kann. Ein gelungenes Beispiel dafür wurde in der kleinen Kirchengemeinde Sehlen auf Rügen umgesetzt. Die Dankeskirche in Sehlen wurde 1866/67 im Neugotischer Stil errichtet worden. Kurz nach der 100-Jahrfeier wurde die Kirche aufgegeben, die Fenster waren zerstört und die Türen aufgebrochen. Durch das Dach regnet es an vielen Stellen durch. Eigentlich war es eine Frage der Zeit, wann die Kirche zusammenbrechen würde.

Sinnvolle Entscheidungen treffen und notfalls Gebäude abgeben


Die Erhaltung – und damit zusammenhängende Sanierung - des Pfarrhauses und gleichzeitig der Kirche konnte die kleine Kirchengemeinde mit ihren nur 120 Mitgliedern nicht finanzieren. Der neu gegründete Gemeindekirchenrat  Sehlen beschloss, das Pfarrhaus auf Basis des Erbbaurechtes zu verkaufen und in die Kirche einen Gemeinderaum, Küche, WC und eine Sakristei einzubauen – die Kirche also gleichermaßen als Gemeindehaus nutzbar zu machen.

Der „Raum im Raum“

Durch den Einsatz einer Glasfront wurde ein eigener, abgeschlossener Raum geschaffen, der Licht und Ausblick gewährt, aber durch das wärmedämmende Thermoglas energetisch sparsam zu heizen ist. Die Beleuchtung wurde auf  Energiesparlampen ausgerichtet, im nächsten Schritt werden LEDs zum Einsatz kommen.

Der Umbau wurde mit vielen ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern sowie viel Eigenleistung und Einbindung der regionalen Gewerke umgesetzt, dementsprechend kostengünstig ließ sich das Vorhaben realisieren. Identifikation und Stolz auf das gemeinsam Erreichte führten zudem zu einem ganz neuen intensiven Miteinander in der Gemeinde.

Eine weitere Besonderheit:  Der Um- und Ausbau der Kirche wurde mit einem Sozialprojekt für alkoholerkrankte Menschen verbunden. Ziel dabei war, den Erkrankten Struktur, sinnvolle Arbeitsaufgaben und aktive Mitgestaltung zu ermöglichen und sie dadurch auf dem Weg aus der Sucht zu unterstützen.


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